Hallo, hier ist noch ein Neuling

Innis dhuinn cò thusa - - Hier stellen sich Forumisti vor
Gast

Beitragvon Gast » Mo Mai 09, 2005 1:45 pm

Erst einmal Hallo :)
Ich würd´ ja direkt auf Gälisch mit euch reden, aber da ich noch (!!!) nicht mehr als " Das Wetter ist kalt ... etc. " und "Wie geht es dir?" kann, verschiebe ich das ganze wohl besser auf einen anderen Zeitpunkt :D

Um etwas zu meiner Person zu sagen:
Ich heiße Ricarda ( Da schöne Diskussionen darüber geführt wurden, wie man Namen im gälischen schreibt, wäre ich sehr dankbar, wenn ihr das mit meinem Namen auch tun würdet ;) ) und ich komme aus dem netten nassen Sauerland!

Ich bin wohl wie die meißten Anderen, die sich hier eintragen Neuling in der gälischen Sprache und habe mir erst einmal die Bücher von Michael Klevenhaus bestellt :P Ich freu mich schon auf morgen, denn dann kommen sie höchstwahrscheinlich endlich an!

Die Jamie und Claire ( Diana Gabaldon) Bücher .... ja, was soll man noch großartig sagen .... sind wohl diejenigen, die mich zum gälischen geführt haben und letztendlich wohl die beiden Iren, die momentan zu Besuch in unserer Schule (und in meiner Parallelklasse) sind.

Letztendlich hoffe ich, dass mir die Sprache nicht allzu schwer fallen wird, damit ich sie schnell gebrochen anwenden kann (kann das beherrschen von latein dabei helfen?)

Ricarda

Gast

Beitragvon Gast » Mo Mai 09, 2005 5:31 pm

Hallo erst mal!

Ob dir Latein helfen kann? Ich denke nicht wirklich... das sind soweit ich weiß ganz verschiedene Sprachstämme. Zwar gibt es im Gälischen einige Anglizismen, aber auch ein paar schöne "false friends"... bei Englisch kann man sich oft auf das "Wortgefühl" das man vom lateinischen hat verlassen, aber bei Gälisch schau zumindest ich immer lieber zweimal nach...

Also, meiner Meinung nach hat Gälisch, sofern es nicht 295 lautverschiebungen oder so gab, nichts mit Latein zutun.
Zum Glück! :P

Beim Gälischlernen wünsche ich dir natürlich viel Erfolg!


Mar sin leat
Monika

Ulli
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Beitragvon Ulli » Mo Mai 09, 2005 7:38 pm

Also, da bin ich anderer Ansicht (was keinen wundert, der mich kennt, denn Latein ist neben Gälisch eine meiner anderen Leidenschaften :D ).
Ich denke, Latein-Kenntnisse sind außerordentlich nützlich für andere Sprachen, auch wenn es sich um eine andere Sprachfamilie handelt.
Aber man erkennt dann eben sofort das Gerüst der neuen Sprache und muß nicht erst lang und breit über den Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ und was das eigentlich ist diskutieren :P . Und diesen Überblick kriegt man eben nicht durch den Unterricht in den sogenannten "modernen" Fremdsprachen - jedenfalls meiner Erfahrung nach. Aber da bin ich voreingenommen, weil ich in letzteren immer grauenhaft schlecht in der Schule war ;). Ich denke, mit Latein wirst Du einen viel besseren Start haben als ohne.

Übrigens, fast vergessen: Hallo und herzlich willkommen erst ´mal! :D

Und wenn Du schon "Wie geht´s" und so ´was sagen kannst, reicht das schon völlig für die ersten Versuche in "Halb Gälisch, halb Deutsch".
Nur Mut!

Liebe Grüße
Ulli :)
Latein ist die große Schwester des Gälischen: Sie war damals mein erstes Baby und jetzt hilft sie mir, die Kleinen mit großzuziehen!

Gast

Beitragvon Gast » Mo Mai 09, 2005 9:16 pm

:)

Ja, vielleicht hat Latein ja doch was gutes für sich *gg*

Ich freu mich schon sehr endlich anfangen zu können mit dem lernen und ich bin heilfroh, dass es dieses Forum gibt und damit so viele Gleichgesinnte :)

Ich schätze mal, dass das Lernen der Sprache mir nicht außerordentlich schwer fallen wird, aber an der Aussprache wird es wohl sehr sehr viel Übung und geduld brauchen :)
Muss man spezielle Laute bilden können??
Z.B. Muss man das "r" rollen können?? (daran würd´s bei mir jetzt nicht scheitern, aber trotzdem) oder irgendetwas anderes??

Danke für die Antworten
Ricarda

UnaMac
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Beitragvon UnaMac » Mo Mai 09, 2005 9:22 pm

Fàilte ort, Ricarda! Schoen, dass du dich auch zu uns gefunden hast!

Ich hatte Latein als erste Fremdsprache in der Schule, und ich muss sagen, es hilft ungemein, und wenn es 'nur', wie Ulli sagt, die grammatischen Ausdruecke sind und das Konzept einer Grammatik ueberhaupt. Wenn ich die aelteren Studenten hier am College sehe, wie sie Schwierigkeiten haben zu verstehen, was ein direktes Objekt oder der Genitiv ist, dann tun sie mir schon leid.

Habe fuer deinen Namen im Dwelly's nachgeschaut; es gibt keine direkte Uebersetzung fuer Ricarda, aber fuer Richard; das ist 'Ruiseart' oder 'Ridseart'. Vielleicht kann man ja daraus was machen... ;)

Dann leg mal los mit deinen Fragen...

Beannachd leat,
Ùna
Bhith beò beathail ged nach bitheadh tu beò ach leth-uair.

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Beitragvon UnaMac » Mo Mai 09, 2005 9:28 pm

O, da haben sich unsere Beitraege gekreuzt.

Ja, du solltest das 'r' rollen koennen, es macht die Aussprache mehr authentisch. Und es gibt 88 oder Laute in Gaelisch, mehr als in jeder anderen europaeischen Sprache, da sind schon ein paar dabei, die sich erst mal seltsam anfuehlen. Es gibt 3 verschiedene l-Laute, 3 verschiedene n-Laute, 'd' und 't' werden weiter vorn gebildet als in Deutsch,... du brauchst auf jeden Fall Hoermaterial, damit du die Aussprache von Anfang gut hinkriegst.

Aber na gabh dragh (keine Sorge), die Regeln fuer die Aussprache sind klar genug, und mit der Zeit bekommst du ein Gefuehl dafuer.

Siuthad! Leg los!

Beannachd leat,
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Gast

Beitragvon Gast » Mo Mai 09, 2005 9:47 pm

Naja, das ganze Grammatikzeugs habe ich auch im Deutschunterricht gelernt... und war mit meinen Fachworten ganz schön aufgeschmissen, als da plötzlich "Tätigkeitshauptwort" stand (natürlich habe ich die Klammer überlesen, wo Verbalnomen stand! :D )

Tja, bei der Aussprache happerts bei mir beim 'r' sowieso schon immer. :(

Sei froh, dass du das kannst... der rest lässt sich (einfacher) lernen...

mona nicleoid
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Beitragvon mona nicleoid » Mo Mai 09, 2005 9:47 pm

Hallo Ricarda, fàilte an-seo, herzlich willkommen hier! Oh, Sauerland, die Rückseite vom Bergischen Land, hihi... hmm, bei euch regnet's wahrscheinlich noch mehr als bei uns :P ;)

Ja also, nur Mut und keine Sorge! Gälisch lässt sich lernen wie jede andere Sprache auch, es hat einige Eigentümlichkeiten, aber auch viele Ähnlichkeiten mit anderen europäischen Sprachen.

Latein hilft bei allem! Ich bin ja ein Latein-Fan, und kann eigentlich Ulli und Ùna nur zustimmen. Und ich finde, die lateinische Grammatik ist weitaus komplexer als die gälische... allein schon die ganzen Verbformen und Zeitenverhältnisse... Gälisch ist vielleicht auf den ersten Blick ungewöhnlicher, und es gibt einige Stolpersteine, aber mit der Zeit wird es leichter - ehrlich!

Wegen der Aussprache würde ich mir keine Sorgen machen - von Anfang an viel mit Hörmaterial arbeiten, aufmerksam zuhören, viel sprechen (auch wenn's Selbstgespräche sind, oder du dem Hund was erzählst) und dann wird das schon... und vielleicht hast du ja irgendwann mal Zeit und Lust und Geld für einen Kurs / Workshop in Bonn. Oder du magst einfach so mal zu einem Treffen kommen, hier in der Gegend gibt es ja noch so einige Lerner...
Und noch was: schäm' dich nicht, mit deinen ersten paar gälischen Worten hier herumzuwerfen! Probier's einfach aus, es ist nämlich total motivierend, wenn man merkt, die anderen verstehen einen und man kann sich unterhalten :)
Viel Spaß!
mona
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Gast

Beitragvon Gast » Di Mai 10, 2005 4:04 pm

Ciamar a tha sibh?

Toll, mien erster gälischer Satz...muahahahahahahaa

Wenn die lateinische Grammatik schwieriger ist, dann hab ich ja gute Karten...Wie mich das freut :D

Und morgen bekomme ich auch schon das Buch...

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Beitragvon Ulli » Di Mai 10, 2005 5:25 pm

Tha mise gu math, tapadh leat. Ciamar a tha thu fhèin?

Hurra, gut gemacht! Weiter so! :D

Ulli
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Gast

Beitragvon Gast » Di Mai 10, 2005 9:26 pm

Tha mise gu math an-diugh! Denn: Ich hab endlich Buch und Cd bekommen (und hab natürlich direkt angefangen zu lernen!)

Eine Frage hab ich:
Sind die Unterschiede zwischen Schottisch-Gälisch und Irisch-Gälisch sehr groß??
Könnte ich mich auch in Irland mit Schottisch-Gälisch verständigen???
Ich weiß, dass Schottisch-Gälisch sich aus dem Irisch-Gälischen entwickelt hat, aber mehr auch nicht ...

Danke,

Ricarda

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Beitragvon UnaMac » Di Mai 10, 2005 9:54 pm

Das ist nicht so ganz einfach zu beantworten. Wenn beide Sprachen geschrieben sind, koennen die Iren und die Gaelen wohl das meiste verstehen, aber wenn es gesprochen wird, kommt es fuer beide Seiten stark darauf an, wo sie herkommen. Hatten das Thema gerade heute; es scheint, dass das Argyll Gaelic dem Irischen noch am naechsten kommt, da die Iren, die im 5. Jahrhundert nach Schottland kamen, sich dort niedergelassen haben. Danach hat sich die Sprache allmaehlich weiter verbreitet, und je weiter sie sich von Argyll entfernt hat, desto mehr hat sie sich veraendert. Es duerfte einem Iren wohl recht schwer fallen, einen Leòdhasach (jemand von der Insel Lewis) zu verstehen, und umgekehrt. Allerdings ist es schon fuer Sgitheanaich (jemand von der Insel Skye) schwer genug, sie zu verstehen (es sei denn, man ist ein armer Student und gezwungen, ihnen im Unterricht zuzuhoeren)... :D

So, meine Vorlesung ist hiermit beendet. Vielen Dank fuer's Zulesen...

Ich hoffe, das hilft dir weiter,
A bheil a ' tuigsinn dè tha mi ag ràdh?

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Beitragvon mona nicleoid » Di Mai 10, 2005 10:20 pm

Also, ich fange ja jetzt gerade an, Irisch zu lernen, und ich kann eigentlich alles beim Lesen verstehen - es sind immer mal Wörter oder Ausdrücke dabei, die es in Schottisch-Gälisch nicht gibt, aber im Groben ist es sehr ähnlich. Es gibt einige kleinere, aber wichtige Unterschiede in der Grammatik, und natürlich ist die Aussprache sehr verschieden.
Die irische Rechtschreibung ist außerdem öfters reformiert und modernisiert worden, die schottisch-gälische ist konservativer (aber auch logischer, find ich).
Als die Gälen im frühen Mittelalter nach Schottland kamen und ihre Sprache (damals noch Altirisch) mitbrachten, haben sie Einflüsse von den britannisch sprechenden Einwohnern sowie später dann von den Wikingern aufgenommen. Dadurch haben sich einige Eigentümlichkeiten im gesprochenen Schottisch-Gälisch entwickelt, die es in Irisch nicht gibt (obwohl auch in Irland Wikinger waren, aber der sprachliche Einfluss war da interessanterweise nicht so groß).
Irisch und Schottisch-Gälisch bilden im Grunde ein Dialektkontinuum, benachbarte Dialekte sind, auch über das Meer hinweg, nah verwandt, wie Ùna schon sagte, weiter entfernte Dialekte sind eher schwer gegenseitig verständlich. Nordirisches Gälisch und einige Hebridendialekte sind wohl recht nah beieinander.
Es ist ähnlich wie mit Deutsch und Holländisch. Hier am Niederrhein wird auch ein Plattdeutsch gesprochen, das dem Holländischen sehr ähnlich ist. Ein Bayer und ein Holländer hätten aber schon eher Probleme einander zu verstehen.

Beim Lernen würde ich mich jedenfalls erst mal auf eine der beiden Sprachen konzentrieren. Du kommst sonst nur durcheinander. Nach ein paar Jahren wirst du sicher merken, dass du die andere Sprache auch gut verstehst.
mona
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Beitragvon UnaMac » Mi Mai 11, 2005 5:46 pm

A Chaledonia

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich eine Korrektur anbringe:
Feumaidh mi falbh don fhiaclair, glanadh agus nighe agus bruich...

Feumaidh mise falbh cuideachd air sgath 's gum bi ag obair a-nochd...
Ich muss auch los, weil ich heute Abend arbeite...

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Beitragvon UnaMac » Sa Mai 14, 2005 8:26 pm

Yikes, a Chaledonia, das hoert sich nach Schmerzen an... :shock:

Erinnerst du dich noch (hihi), wie du dich vor einem Monat oder so beschwert hast, dass du doch kein Wort Gaelisch haettest, und jetzt baust du schon so komplizierte Saetze.... :D :D :D

Das gilt auch fuer alle anderen - Cùmaibh ort!!!

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