Welcher Fall ist das ?

Grammatikfragen zum Gälischen - hier bist du richtig
Catriona
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Beitragvon Catriona » Mo Apr 10, 2006 11:16 pm

Halò a charaidean na Ghàidhlig,
Hallo Freunde des Gälischen(??),

habe Folgendes bei Beag air Bheag (BBC) gelesen:

Tha mo bhràthair na iasgair.
(My brother is a fisherman./ Mein Bruder ist (ein) Fischer.)

Wer kann mir mal die Grammatik von "na iasgair" in diesem doch so einfachen Satz erklären? :?


Le durachd

Caitrìona

mona nicleoid
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Beitragvon mona nicleoid » Mo Apr 10, 2006 11:25 pm

Huhu Catrìona,
dieses "na" ist eine besondere Form, die sich aus einem verschmolzenen "ann an" (= Präposition "in") und "a" (= Possessivpronomen "sein" 3. Singular maskulin) zusammensetzt. Also wörtlich "er ist in seinem Fischer".
Ebenso z.B. "Tha mi nam oileanach" = Ich bin Student.
Man benutzt das oft, um temporäre Zustände, Tätigkeiten o.ä. auszudrücken. So ähnlich wie "Is e iasgar a th' ann", falls du das schon hattest. Letzteres ist aber eher langfristig bis lebenslänglich gemeint, während das mit dem "na" eher einen derzeitigen Zustand beschreibt.
Mona
~ ~ ~ ψυχης εστι λογος εαυτον αυξων ~ ~ ~

Ulli
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Beitragvon Ulli » Di Apr 11, 2006 9:34 am

Nu ja, aber welcher Fall ist das nun tatsächlich? Jedenfalls dachte ich erst `mal ein langes "Ööööhhhh...", als ich die Überschrift las, und habe mich dann für Dativ entschieden (was in diesem Satze zwar egal ist, aber man könnte ja auch ein weibliches Substantiv haben, das dann dekliniert werden müßte). Ist das nun aber wirklich Dativ? :?

Ulli :)

P.S.: Du paßt aber auf, a Chaitrìona, ich habe das immer lustig einfach so überlesen... :D
Latein ist die große Schwester des Gälischen: Sie war damals mein erstes Baby und jetzt hilft sie mir, die Kleinen mit großzuziehen!

Catriona
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Beitragvon Catriona » Di Apr 11, 2006 1:45 pm

Halò a Mhona,
halò Ulli,

tapadh leibh airson ur freagairtean.
(Danke für eure Antworten.)

Die Grammatik bei Berufsbezeichnungen hatte ich schon:
'S mi bancair a th' annam. (Ich bin Bankkaufmann/frau.)
Und das ist nun "für immer oder langfristig" grammatikalisch ?

Tha mi na bhancair (Ist das richtig? Aspiriert wegen Dativ oder komplett falsch ?) Und das ist nur eine "vorübergehende" Beschäftigung?

Manchmal beiße ich mich an so was fest. Tha mi duilich!

Bhiodh mi toilichte gu bheil sibh a' sgrìobhadh a-rithist.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir wieder schreibt.

Le meas

Caitrìona

Eubha
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Beitragvon Eubha » Di Apr 11, 2006 2:52 pm

A Chatriona,

M.E heißt es in diesem Fall: Tha mi nam bhancair = ich bin in meinem Banker-sein. Nach nam, nad und na (männlich) wird immer leniert.

Le dùrachdan - Eubha

Sleite
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Beitragvon Sleite » Di Apr 11, 2006 3:18 pm

Ich meine mich zu erinnern, dass Michael mal gesagt hat, dass man in diesen Konstruktionen einen Nominativ benutzt. Aber ich würde auch den dativ nicht ausschließen, weil es ja nach der Präposition steht.


Slèite
Cha dèan brògan tioram iasgach.

Catriona
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Beitragvon Catriona » Di Apr 11, 2006 3:27 pm

Tapadh leibh a Shlèite agus Eubha!

Caitrìona

Micheal
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Beitragvon Micheal » Di Apr 11, 2006 4:40 pm

@Chaitrìona:

'S e bancair a th' annam.
Das mi muß in deinem Beispiel weg, das steckt schon in dem annam drin.

Ich glaube, daß man hier nicht so sehr weit mit den üblichen Vorstellungen bzgl. Deklination kommt. Man setzt A mit B gleich. Das würde bedeuten, daß es sich um den Nominativ handelt, was ja sinnvoll zu sein scheint, da man nicht sein eigenes Objekt sein kann.


Mìcheal
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Catriona
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Beitragvon Catriona » Di Apr 11, 2006 5:59 pm

A Mhìcheil,

bidh mi a'deanamh na mearachdan daonnan a-rithist.
Bha sin seantans fior "doirbh".
Tha an t-àm a chèilidh thu ann an Bonn.

Chì mi thu a dh' aithghearr!

Caitrìona


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