Bi oder Is?

Grammatikfragen zum Gälischen - hier bist du richtig
Saint Bride
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Bi oder Is?

Beitragvon Saint Bride » So Mai 10, 2009 2:59 pm

1. Bin gerade ganz durcheinander mit den Formen...
Wann nehme ich denn ' S e....a th'ann und wann beschreibe ich mit Tha...! Hat das was mit bestimmt und unbestimmt oder mit näherer Umschreibung/Beschreibung zu tun? (bei Beruf oder Name = keine Frage)

2. Kann ich im Gälischen Aufzählungen benutzen wie im Deutschen?
z.B. Tha im, silidh, aran agus bainne air a' bhòrd.
:?

Micheal
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Beitragvon Micheal » Mo Mai 11, 2009 9:08 am

1:
`S e x a th' ann = Das ist ein X

'S e càr a th' ann = Das ist ein Auto.

Feststellung der Existenz eines nicht näher bestimmten Gegenstandes/ Umstandes.


Tha e gorm. = Es ist blau.

Du beschreibst den Gegenstand.



2. Kannst du genau so machen.


le dùrachd

Mìcheal
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Beitragvon akerbeltz » Mi Mai 13, 2009 11:44 am

Oder, wenn du weißt was ein Prädikat ist, folgende Regel anwenden:

> Ist dein Prädikat ein Substantiv (taigh, cas, dòtaman...), Personalpronomen (mi, thu, esan...) oder Nominalphrase (taigh mòr, cas dhubh...), dann 's e /b' e
> Ist dein Prädikat was anderes, dann tha

susa
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Beitragvon susa » Mi Mai 27, 2009 12:36 pm

Das verstehe ich nicht.

Das Prädikat eines Satzes ist doch ein Verb, oder?
Meintest Du villeicht das Subjekt oder Objekt?

Susanne

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Beitragvon akerbeltz » Mi Mai 27, 2009 1:53 pm

Nein, das Prädikat eines Satzes kann zwar ein Verb sein aber auch alles mögliche andere. Die beste Definition ist daß ein Prädikat der Teil eines Satzes ist, der uns was über das Subjekt sagt. Oder andersrum, streich das Verb durch, streich das Subjekt durch und alles was übrig bleibt ist dein Prädikat. Das kann mitunter recht lange sein (Subjekt in rot, Prädikat in blau):

Das Haus ist grün.
Das Kaninchen flackt unter dem Tisch.
Dieses Ding war mal eine Handtasche.
Die Zugspitze ist ein Berg.
Das Eis schmilzt.
Das dort bin [color=blue]ich[/blue].

Das Gälische verlangt nun (als Faustregel) für alle Fälle in denen Das Prädikat ein Substantiv (darunter fallen auch Personalpronomen und ganze Nominalphrase à la großes Haus, kleine Latschenkiefer...) is (oder eine abgeleitete Form: 's, bu, b').

Für alles andere muß tha (oder eine abgeleitete Form) herhalten.

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Beitragvon Catriona » Mi Mai 27, 2009 7:02 pm

Hmmm,
komisch!!!
Ich denke genauso wie susa:
Das Verb in seiner im Satz verwendeten Form ist das Prädikat!
Das haben wir so im Deutschunterricht gelernt oder hat sich die Bedeutung des Wortes Prädikat in den letzten 30 Jahren geändert?

Caitrìona

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Beitragvon Isbeal » Mi Mai 27, 2009 7:56 pm

Ich habe es im Englischunterricht so gelernt wie hier (in Englisch) sehr transparent erklärt:

http://www.uottawa.ca/academic/arts/wri ... jpred.html

In Prinzip, Prädikat= Verb + ggf. Anhängsel, die über den Subjekt Näheres aussagen.

Es gibt aber durchaus verschiedene Interpretationen, von 'Verb allein' zu 'alles außer Subjekt und Verb'.

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Beitragvon Micheal » Mi Mai 27, 2009 10:43 pm

Das ist immer so ein Ding, bis in welche Tiefe man so ein grammatisches Problem erklärt:

Im Sprachunterricht lernt mal erstmal, dass das Verb das Prädikat ist, nämlich der Satzteil, der etwas über das Subjekt aussagt. Da können allerdings noch prädikative Anhängsel mitspielen, z.B. Adjektive oder Objekte.


Bonn ist schön.
ist alleine sagt nicht unbedingt viel über das Subjekt Bonn aus, das prädikative Adjektiv macht die Sache schon klarer - und gehört zum Prädikat.

Dieser Satz würde im Gälischen heißen:

Tha Bonn brèagha.

Wenn ich jetzt aber sagen will.

Bonn ist eine Stadt, dann geht das so:

Is e baile a tha ann am Bonn.

Mein Prädikat heißt wieder ist, dieses Mal aber mit einem Substantiv erweitert, nämlich baile und deshalb muss ich is nehmen.

Vielleicht jetzt klarer?

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Beitragvon susa » Do Mai 28, 2009 12:34 pm

Ich denke ich habe verstanden.

Tapadh leat.

Susanne

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Beitragvon mona nicleoid » Do Mai 28, 2009 7:40 pm

@Catriona + susa:

Das Problem hier ist, dass es zwei Definitionen bzw. Verwendungsweisen des Begriffs "Prädikat" gibt:
einmal die Verwendung, wie man sie aus dem Schulunterricht kennt: Prädikat = konjugiertes Verb im Satz
und einmal die linguistische, wie akerbeltz sie erklärt hat. (Wer in der Schule Latein und einen guten Lehrer hatte, kann sich vielleicht an Begriffe wie Prädikativum und Prädikatsnomen erinnern, das steht auch mit dieser Verwendungsweise von "Prädikat" in Zusammenhang.)

Deshalb ist es für normale Lerner wahrscheinlich sinnvoller, sich das so zu merken, wie Mìcheal es erklärt hat.
Ich habe es auch oft folgendermaßen zusammengefasst gehört: "is" definiert ein Substantiv, "tha" beschreibt ein Substantiv.

Viel Spaß beim Üben! :)
Mona
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Beitragvon akerbeltz » Fr Mai 29, 2009 1:12 am

Nun, jede dieser Regeln hat ihre Fußangeln. Die Prädikatsregel fällt bei Sätzen wie 's math sin um, die andere bei Sätzen wie 'S e Iain a rinn seo.

:wink:

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Beitragvon NoClockThing » Fr Mai 29, 2009 7:58 am

Ich arbeite für mich immer mit folgender selbstgebastelter Faustregel:

  1. Ist es ein Nomen, nehme ich 'S e / 'S i
  2. Wenn nicht, nehme ich Tha e / i
  3. Dann gibt es noch einen Haufen Ausdrücke wie 'S math sin, 'S urrainn dhomh, 'S toil leam, 'S beag orm etc. etc., die ich erstmal als feststehendes Muster gelernt habe, ohne mir über den tieferen Sinn der Struktur gedanken zu machen. Das geübte Auge wird hier schon erkannt haben, daß 'S math sin keine Präposition hinten hat.
'S e saoghal a th' anns gach cànan


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