Tagebuch eines Schottisch Gälisch Lerners

mona nicleoid
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Beitragvon mona nicleoid » So Mär 04, 2007 11:06 pm

Ja, das Hören ist ganz wichtig! :) Man lernt auch sehr viel dadurch, selbst wenn man nicht bewusst zuhört. Am besten sind natürlich Audio-Materialien, bei denen kein Englisch dazwischen ist, das finde ich bei den Buchserien "Teach yourself" und "Colloquial" immer etwas nervig... bei den Litauisch- und Isländisch-Büchern habe ich mir das komplette Hörmaterial auf den Computer gezogen und die englischen Parts rausgeschnitten, das Ganze dann als MP3s für den Player für unterwegs :)
Mona
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Micheal
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Beitragvon Micheal » Mo Mär 05, 2007 9:31 am

Wo ist denn unser Tagebuchschreiber? Ist es schon zu Ende mit dem Gälischlernen? Dann würde es so gehen, wie bei 90 Prozent der Enthusiasten, die sehr motiviert anfangen und dann in der Anderwelt des Alltags verschwinden. Übrigens auch in anderen Foren und medialean Möglichkeiten. Hier haben sich in letzter Zeit soviele Neue mit besten Vorsätzen angemeldet aber man hört und liest nichts. Wieso ist das so? Meldet Euch und schreibt über eure Schwierigkeiten beim Lernen! Das hilft möglicherweise anderen, die gleichen Klippen zu umschiffen.


Mìcheal
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Ramona
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Beitragvon Ramona » Mo Mär 05, 2007 7:13 pm

Meldet Euch und schreibt über eure Schwierigkeiten beim Lernen!

Das würde mich aber auch einmal interessieren!!!

Ich kämpfe mich nun schon seit einem Jahr (oh je... :( ) so durch und kann so einiges verstehen, schreiben und wenn ich bei gälischen Liedern einige Wörter heraushören kann, verbuche ich das schon als großen Erfolg.

Ich bin auf jeden Fall bedeutend weiter gekommen als jemals zuvor mit meinen Versuchen, seitdem ich im Forum angemeldet bin. Aber so im Ganzen tu ich mich auch recht schwer. Es liegt vielleicht auch daran, dass ich die richtige Lernmethode für mich noch nicht gefunden habe - mal übe und lese ich konsequent mit dem "Teach Yourself", dann wieder höre ich Radio nan Gaidheal, dann wieder nur gälische Lieder und das Forum - dann bin ich wieder ganz raus aus meinem Lernrhythmus mit Buch... und dann gibt es Tage da bin ich so motiviert, dass ich es schaffe, eine ganze Karte auf Gälisch an meine Freundin zu schreiben.

Zur Zeit korrigiere ich auch ständig an meinem Text rum, den ich schon seit LANGEM mal hier reinstellen wollte über meine Internetseite und dem Versuch, gälische Musik hier etwas bekannter zu machen... Hoffe es klappt bald.

Das Problem ist eben, dass man neben dem Gälisch lernen noch so viele andere Dinge zu tun hat und der Versuch dann für eine Weile auf Eis liegt, bis man denkt, wieder von vorne anfangen zu müssen...

Ich hoffe immer, dass ich irgendwann noch die Zeit finde, um DEN entscheidenen Schritt nach vorn zu tun... :?

Ramona

NoClockThing
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Beitragvon NoClockThing » Di Mär 06, 2007 10:00 am

Jeder hat mal einen Hänger, das ist vollkommen normal! Hatte ich auch gerade, vor allem, als ich krank war und eine Woche lang garnichts gemacht habe. Das wichtige ist, dann trotzdem ein wenig in Übung zu bleiben, also ab und zu was zu schreiben oder sich anzuhören. Wenn man dann ein paar Tage oder Wochen nichts neues lernt, ist das nicht weiter schlimm. Aber wenn man zu viel von dem verliert, was man mal wußte, kann das denke ich eine große Motivationshemmschwelle bilden.

Ein weitere Punkt ist, daß man gerade am Anfang sehr viele Aha-Erlebnisse hat. Wenn es dann aber an die Feinheiten der Grammatik geht, fühlt sich der Fortschritt langsamer an und alles sieht auf einmal sehr kompliziert aus.

Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung nur sagen: Mut zum Fehler und posten, posten, posten. Und wenn es nur ein kleiner Satz ist, an dem man eine Viertelstunde rumbastelt, Übung macht den Meister.

Wichtig ist auch, daß man einen Lernrhythmus findet. Der ist bei jedem verschieden. Kleine Lernziele helfen da. Bei mir ist es, mindestens einen Satz Gälisch pro Tag zu schreiben. So ein Lernziel kann aber z.B. auch sein, einen Absatz im Lehrbuch pro Woche, oder eine Lektion TAIC, oder einen Abschnitt im Kauderwelsch lesen und hier üben, oder jeden Tag einmal Colin & Cumberland spielen, oder, oder... das Lernziel kann sich mit der Zeit natürlich auch ändern, je nachdem, wie weit man gerade ist und was zum aktuellen Lernstil paßt. Auf jeden Fall sollte es Spaß machen!
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Gazi
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Beitragvon Gazi » Di Mär 06, 2007 10:23 am

Ich habe bemerkt, wenn ich längere Zeit nur sehr wenig getan habe, dass ich all das im TYG wiederhole, was ich schon mal durchhabe (dementsprechend sieht es auch aus ;) , sehr benutzt, aber dafür ist es ja da), wenigstens lesen und hören, dann eine Lektion weiterschalte oder im SOL die Lektionen durchnehme von vorn bis hinten. Versuche auch, das, was ich höre, zu schreiben, um es zu festigen, und dann hinterher vergleiche, manchmal auch verzweifele, mich aber dann riesig freue, wenn ich mal wieder eines von den ellenlangen Wörtern ohne Fehler geschrieben habe, ohne abzugucken. Wie gesagt, im Grunde genommen treibt mich nichts, ich habe alle Zeit der Welt. Ich werde mir auch nicht vornehmen, hier regelmäßig im Forum zu schreiben, weil das oft ziemlich spontan sein muss ;) und ich das sicher auch nicht einhalten kann :D ...

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Beitragvon NoClockThing » Di Mär 06, 2007 10:33 am

OK, bei mir hilft es auch, daß ich in mehreren Foren bin. Wenn mir in einem gerade nichts einfällt, dann vielleicht im anderen...
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mona nicleoid
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Beitragvon mona nicleoid » Di Mär 06, 2007 11:27 am


Ich hoffe immer, dass ich irgendwann noch die Zeit finde, um DEN entscheidenen Schritt nach vorn zu tun...


Meiner Erfahrung nach gibt es "den" Schritt nicht. Es sind viele kleine und größere Schritte, und oft bemerkt man erst im Nachhinein, dass man sie getan hat. Deshalb ist es ganz gut, ab und zu auch mal auf das zurückzuschauen, was man geschafft hat, nicht immer nur vor sich auf den riesigen Berg zu gucken, den man noch schaffen will.


A charaidean, vergesst nicht, es ist schon eine super Leistung, dass ihr euch überhaupt an diese Sprache heranwagt und durchbeißt.
Die wenigsten von euch haben die glückliche Gelegenheit, regelmäßig Unterricht bei Mìcheal zu nehmen. Die meisten schlagen sich mit mangelhaftem Lehrmaterial herum, das dazu noch in einer Fremdsprache geschrieben ist. Viele Leute würden bei solchen Voraussetzungen gar nicht erst anfangen, etwas zu lernen. Seid stolz auf euch, dass ihr euch getraut habt!
Es wird schon werden... und das Wichtigste sind wirklich die kleinen alltäglichen Schritte, die euch vielleicht manchmal nutzlos oder frustrierend erscheinen: hier ein Satz im Forum, da eine Viertelstunde Radio nan Gaidheal, eine Seite im Kauderwelsch gelesen, mal in den Chat reingeschaut und "Feasgar math" gesagt, etc.

Verlangt nicht zu viel von euch selber. Vor allem nicht am Anfang. Wie so oft hier erlebt, man stürzt sich gern hinein, aber das Anfangstempo und den Feuereifer kann man normalerweise nicht langfristig bewahren, denn wir haben alle auch andere Dinge zu tun, Arbeit, Schule, Uni, Familie, etc.
Wenn man dann gerade Gälisch entdeckt hat, konzentriert man sich vielleicht ein, zwei Wochenenden lang nur darauf und ist begeistert, wie viel man schon entdeckt und lernt.
Und wenn man dann vom Alltag eingeholt wird, ist man schnell enttäuscht, dass es nicht im gleichen Tempo weitergeht. Man meint, dass man nicht die Zeit dazu hat und gibt vielleicht völlig auf. Aber das ist ein Denkfehler. Es genügt tatäschlich und in der Tat (glaubt mir, Leute, ich lerne einen Haufen Sprachen und es funktioniert ;) ), sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen, vielleicht ein oder zweimal in der Woche etwas länger... 15 Minuten am Tag bringen schon mindestens so viel wie ein Kurs einmal in der Woche.

Manchen Leuten hilft es, sich Etappenziele zu setzen (aber realistische bitte!), andere fühlen sich dadurch nur unter Druck... man muss das einfach ausprobieren. Ich denke, ein Buch wie Teach yourself oder Colloquial in einem Zeitraum unter einem Jahr durchzuarbeiten - und zwar so, dass man wirklich weiß, was man gelernt hat und es auch anwenden kann - ist unrealistisch.
Ganz wichtig finde ich, alle vorhandenen Medien zu nutzen: Ihr könnt hier Fragen stellen, und zwar wirklich alles, es gibt keine dummen Fragen. Ihr könnt hier euer Gälisch ausprobieren und auch wirklich auf jedem Niveau. Wenn ihr irgendwie die finanzielle Möglichkeit habt, geht mal zu 'nem Kurs und wenn es nur für ein Wochenende ab und zu ist. Jeder, der schon mal da war, weiß, was das für einen Kick gibt, auch nachwirkend noch. Wer im Rhein/Ruhr-Gebiet wohnt, kann gern mal bei einem Stammtisch vorbeischauen, sich an der Planung beteiligen, wir treffen uns auch so schon mal hier und dort, es ist eine Art loser Freundeskreis geworden... und in einigen anderen Gegenden gibt es auch Grüppchen von Lernern, die sich treffen und gegenseitig unterstützen, ich weiß von Hamburg und Berlin. Tut euch zusammen, wenn ihr zu mehreren in einer Region seid, macht den Mund auf und quatscht miteinander! :)

*bla* und ich quatsche wieder zu viel... ihr schafft das schon! Bidh Gàidhlig agaibh!
Mona
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Beitragvon Ulli » Di Mär 06, 2007 3:27 pm

Hi, a h-uile agaibh!
Tut mir irgendwie richtig gut, das zu lesen...ich habe nämlich auch gerade einen richtigen Durchhänger. Habt Ihr ja wohl auch gemerkt, so selten, wie ich in letzter Zeit im Forum war, vom Selbst-Schreiben will ich jetzt 'mal gar nicht reden! Ihr braucht übrigens gar nicht den Kopf zu schütteln, so 'was passiert einem - nun, zumindest mir - auch nach 3 Jahren noch. :(
Ist übrigens auch nicht Gälisch, was mir im Moment so auf den Karton geht, ich habe inzwischen den R.Black bekommen und mache jeden Tag zumindest etwas. Aber irgendwie bin ich vor einiger Zeit 'mal wieder in so ein richtiges Mir-wird-alles-zuviel-Loch geplumpst und nun sind auch noch Schulferien, die Liste an Sachen, die wir da erledigen wollten, ist kilometerlang, und nun fahren wir Freitag auch noch wieder weg...dreimal dürft Ihr raten, wohin! Nein, es fängt leider nicht mit Sch... an, höchstens, wenn ich es mit einer völlig indiskutablen Vorsilbe versehe...
Tut mir leid, daß ich so lange nicht im Chat war, wenn ich in letzter Zeit endlich Feierabend hatte, war ich regelmäßig so fix und fertig, daß ich lieber zu Bett gegangen bin statt an den Compi. Und das mir!! Kann selbst nur den Kopf schütteln über mich.
Also, nehmt's mir nicht übel, ich werde auch wieder fleißiger; hoffe ich wenigstens.

Ulli
Latein ist die große Schwester des Gälischen: Sie war damals mein erstes Baby und jetzt hilft sie mir, die Kleinen mit großzuziehen!

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Beitragvon Eanraig » Di Mär 06, 2007 4:32 pm

Zur Zeit mache ich auch nicht so viel, ich wiederhole halt immer wieder mal die älteren Texte, höre Gälische Musik oder RnG, sonst reicht leider die Zeit für nicht so viel.
Aber hoffentlich habe ich bald wieder mehr Zeit!

Ramona
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Beitragvon Ramona » Di Mär 06, 2007 7:40 pm

A charaidean, vergesst nicht, es ist schon eine super Leistung, dass ihr euch überhaupt an diese Sprache heranwagt und durchbeißt. (...) Seid stolz auf euch, dass ihr euch getraut habt!


Tapadh leat, a Mhona! Bha i cuideachadh glè mhòr!

Das war eine große Hilfe - und macht Mut!!! :)

Ich kenne meine Schwächen - ich bin einfach zu perfektionistisch veranlagt und will immer zuviel auf einmal. Dabei ist es ja wirklich das Wichtigste, eben nicht aufzugeben, egal wie langsam es manchmal vorangeht...

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Beitragvon Piperin » Di Mär 06, 2007 10:49 pm

Hi, a h-uile agaibh!

Tapadh leat, a Mhona! Deine Ermutigung tat echt gut! Somit wurde mir endlich bewusst, dass es wirklich eine stolze Leistung ist, sich überhaupt an die Sprache zu wagen....
Tja, ich bin leider auch viel zu perfektionistisch veranlagt und wenn ich irgendetwas nicht beim ersten, spätestens aber zweiten Mal intus habe, dann verlässt mich schnell der Mut wieder! Nun ich glaube, das gerade Gälisch etwas ist, was man nicht nach dem zweiten Mal intus hat, das brauche ich hier wohl keinem zu erklären...... also braucht es für mich ständig Ermutigungen, Schulterklopfer und meinetwegen auch Tritte in den Allerwertesten, damit ich dran bleibe...
Wenigstens weiss ich seit dem Kurs bei Michael (Stòras Òran, Einführung in die gälische Sprache), dass frau ebend doch nicht alles wieder verliert, was sie sich mühseelig mal angeeignet hatte..... sogar nach 2 Jahren Pause, sind doch viele Dinge hängengeblieben und ich hatte nicht das Gefühl ganz bei Null wiederanzufangen :P -das baut auf ! Und es hat mich dazu übergehen lassen, einfach die ersten TYS Lektionen im Schnelldurchgang hinter mich zu bringen, um dann mit neuem Stoff weiterzumachen...... mein Ziel für die nächste Zeit: Wenigstens 10 min Gälisch jeden Tag -in irgenteiner Form: entweder lesen, schreiben, hören, singen oder auch TYS-Lektionen erarbeiten! Das klingt für mich realistisch.... für Euch auch? -Bremst mich, wenn das zu hoch angesetzt ist! Besser ich kriege gleich einen Dämpfer, als das ich bald wieder frustriert ganz die Segel streiche, weil ich merke das ich mein Ziel nicht erreiche.....
Heute hab ich übrigens Lieder gesungen und ein bischen im Kauderwelsch gelesen....
Apropos Kauderwelsch: Das Buch ist echt klasse! Aber irgentwie bin ich wohl nicht der Typ, der stur Kapitel für Kapitel paukt..... ich lese lieber hier mal quer, bleibe bei einem Thema kleben, versuche zu kapieren und zu memorieren und hüpfe dann munter weiter zum nächsten interessanten Thema...... auf diese Art geht´s dann kreuz und quer durch´s ganze Buch! Heute waren die Zahlen dran.... gestern hatte ich es mit der Verlaufsform...... die Zahlen werde ich wohl nochmal und nochmal und nochmal üben müssen, denn die hab ich mir heute beim besten Willi nicht alle behalten....
Wie macht ihr das eigentlich mit dem Lernen? Seit ihr auch so sprunghaft, oder geht ihr Kapitel für Kapitel durch?
Beim TYS geht das ja nicht viel anders, aber gerade der Kauderwelschband läd zum Springen ein ;)

So, nun habe ich aber genug geschrieben.... würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen....

Beannachd leat,
Esther
"Musik ist die Muttersprache aller Menschen!"

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Beitragvon Catriona » Di Mär 06, 2007 10:55 pm

Mona, dein Beitrag war wieder richtig ermutigend!
Vielen Dank dafür! :)

Im übrigen bin ich auch der Meinung, dass es wichtig ist, sich jeden Tag (oder so oft wie möglich) ein bißchen mit Gälisch zu befassen, Rèidio nan Gàidheal zu hören (auch wenn man nicht versteht), Musik zu hören (und sich freuen, wenn man ein Wort erkennt!!), im Forum zu lesen und erste Sätze/ Texte versuchen zu schreiben, in diversen Grammatikbüchern zu stöbern oder das ein oder andere gälische Bilder-Buch zu lesen.
Aber man sollte bei allem Spaß an der Freud nicht vergessen, dass es auch mit Anstrengungen verbunden ist, wenn man eine Sprache wirklich lernen will! Deshalb lässt es sich nicht vermeiden, die eine oder andere Stunde mit Lernen zu verbringen.
Und ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen, ein Abendkurs oder Wochenendworkshop bringt sooooooooooooooooviel !!!!

Caitrìona

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Beitragvon NoClockThing » Mi Mär 07, 2007 10:31 am

Ich neige sehr dazu, dies und das zu machen, was mir gerade in den Sinn kommt oder worüber ich stolpere. Trotzdem habe ich ein paar Sachen der Reihe nach gelesen: Das Kauderwelsch, Akerbeltz und den William Lamb. Dabei habe ich aber nicht versucht, alles gleich zu verstehen! Es war eher dafür, einen generellen Überblick zu bekommen, wie die Sprache ungefähr funktioniert. Erst im Anschluß habe ich mir die einzelnen Grammatikthemen angeschaut. So ein Rundumschlag ist natürlich nicht jedermanns Sache, weil es einen schonmal allein durch die Masse erschlagen kann. Für mich persönlich war es aber sehr nützlich, jetzt weiß ich, wo was steht.

Das einzige, was ich wirklich systematisch eingeübt habe, ist die Aussprache. Da ist es aber auch wichtig, daß man am Anfang nicht versucht, gleich alle Laute korrekt auszusprechen, sondern einen nach dem andern nimmt. Das Einüben habe ich mit Musik gemacht, Mitsingen macht Spaß. Außerdem braucht man dabei keine eigenen Sätze formulieren. Nachdem ich die Laute im Prinzip einmal durchhatte, habe ich mich mal auf den einen, mal auf den anderen konzentriert, z.B. "Heute mache ich mal p,t,k" oder "Heute mache ich mal r". Das kann man generell so handhaben. Übt einfach das Thema, auf das Ihr gerade Lust habt. Es muß dann nicht gleich perfekt werden, das kommt schon mit der Zeit.

Die Dinge brauchen nunmal Zeit. Und wenn man so ein Thema wie die Zahlen angeht, ist es erst der erste Schritt zu verstehen, wie es funktioniert. Danach muß man es üben, bis man es sich dann auch gemerkt hat. Das ist etwas, wo man immer mal wieder drauf zurückkommt. Wenn ihr mal was vergeßt, nicht schlimm, einfach nachschlagen. Es gibt Dinge, die ich bestimmt schon 50 Mal nachgeschlagen habe. Das macht garnichts, irgendwann sitzt es dann schon!

Das ist ja auch das schöne an einem Forum: Man hat genug Zeit, an seinem Beitrag rumzubasteln, ohne daß einen jemand hetzt. Gerade am Anfang fand ich das wirklich sehr hilfreich. Ich habe oft eine ganze Viertelstunde an einem Satz rumgeschraubt, mit Wörterbuch und Grammatik bewaffnet! Das war dann jedesmal ein Erfolgserlebnis, wenn es fertig war und ich verstanden wurde. Denn darum geht es ja, in dieser schönen Sprache zu kommunizieren.

Radio nan Gaidheal hören ist immer ein sehr guter Tip. Wenn ihr keine Energie habt, den Hirnschmalz anzustrengen, einfach im Hintergrund laufen lassen und garnicht richtig hinhören, man lernt trotzdem was!

Piperin, ich denke, daß das mit den 10 Minuten pro Tag ein machbares Ziel ist. Und wenn es mal einen Tag terminlich nicht hinhaut, laß Dir da keine grauen Haare wachsen. Und dann bloß kein schlechtes Gewissen! Manchmal braucht man auch eine kleine Pause. Solange Du das im Prinzip mit den 10 Minuten machst, ist es nicht schlimm, wenn es mal 1-2 Tage nicht klappt.

Also: Versucht nicht, die ganze Sprache gleich auf einmal können zu wollen. Erfreut Euch an jedem kleinen Satz, den ihr schreibt oder verstanden habt, und an jedem Laut, den ihr produziert. Genießt einfach, Euch mit der Schönheit dieser Sprache umgeben zu dürfen!

Cùmaibh oirbh! :D
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Beitragvon mona nicleoid » Mi Mär 07, 2007 11:05 am

Cùmaibh oirbh ;) (Der Imperativ hat auch einen Plural)
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Beitragvon NoClockThing » Mi Mär 07, 2007 11:20 am

Cùmaibh oirbh ;) (Der Imperativ hat auch einen Plural)

tl, chuir mi ceart e :D
'S e saoghal a th' anns gach cànan


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