Wer kann mir einen Satz übersetzen?

Gabi
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Beitragvon Gabi » Mo Nov 05, 2007 8:18 pm

Schönen guten Abend zusammen!

Ich hätte eine Bitte an euch. Ich schreibe einen Roman, der im vierzehnten Jahrhundert in Schottland spielt. In meiner Geschichte soll eine Heilerin einen gälischen Fluch aussprechen.
Es sollte ungefähr so etwas bedeuten wie:

Durch Raum und Zeit sollst du von der Liebe getrennt werden

Es wäre supernett, wenn mir jemand das übersetzen würde.
Vielen Dank schon mal.

L.G. Gabi

Micheal
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Beitragvon Micheal » Di Nov 06, 2007 10:54 am

Man flucht auf Gälisch nicht! Und schon gar nicht im 14. Jahrhundert.

Mìcheal
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Beitragvon Sleite » Di Nov 06, 2007 3:18 pm

Und Heilerinnen fluchen sowieso nicht

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Gabi
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Beitragvon Gabi » Di Nov 06, 2007 5:10 pm

:?
OH! Sicher?

Wenn das so ist, wäre es nett, wenn ihr mir diesen Satz übersetzen würdet.

Raum und Zeit werden dich von deiner Liebe trennen

Vielen Dank

L.G. Gabi

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Beitragvon Micheal » Di Nov 06, 2007 5:44 pm

Was ich sagen wollte war, daß im 14.J. noch kein Schottisch-Gälisch wie wir es heute kennen gesprochen wurde. Daher ist eine Übersetzung sinnlos und wäre historisch falsch.



Mìcheal
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Gabi
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Beitragvon Gabi » Di Nov 06, 2007 8:15 pm

Das wusste ich nicht.
Kann es mir denn jemand ins schottische übersetzen?
Wenn ich es auf Deutsch schreibe, hört es sich so banal an.
Vielleicht weiss auch jemand, ab wann es denn die gälische Sprache gibt.
Danke schon mal für die Antwort.

L.G. Gabi

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Beitragvon Jörg » Di Nov 06, 2007 9:37 pm

Du könntest theoretisch bei der wikipedia Plattform den Begriff gälisch bzw. schottisch-gälisch eingeben und dort nachschauen oder aber Dir das Buch "Schottisch-Gälisch - Wort für Wort" Kauderwelsch Band 172 besorgen und dort ein wenig schmökern. Hier eine Besprechung dazu:
http://www.rezensenten.de/content/view/935/27/
(Den dort eingeführten Link zur Germanengeschichte nicht beachten - keine Ahnung wie der da reinkommt)

Dein erster Roman oder ist schon was aus der Pipeline gekommen?

Gabi
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Beitragvon Gabi » Mi Nov 07, 2007 5:41 pm

Nee, ist mein erster Roman und schwerer, wie ich es mir vorgestellt habe.
Kann mir denn jemand sagen, welche Sprache man im vierzehnten Jahrhundert in Schottland gesprochen hat.
Gabi

mona nicleoid
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Beitragvon mona nicleoid » Mi Nov 07, 2007 8:32 pm

Hallo Gabi,
man hat da durchaus Gälisch gesprochen, aber eben nicht das heutige Gälisch, genauso wenig wie man in Deutschland im 14. Jahrhundert Neuhochdeutsch gesprochen hätte. Es ist in Romanen immer schwierig, sowas umzusetzen - entweder man will es historisch ganz korrekt haben, das erfordert aber dann einiges an wissenschaftlicher Recherche zu den betreffenden Sprachstufen - oder man geht einen faulen Kompromiss ein und schreibt es in der jeweiligen heutigen Sprache - oder man lässt es ganz, und formuliert sowas in der normalen Sprache, in der man den Roman schreibt. Du müsstest ja sowieso ein Sternchen oder eine Fußnote einfügen, um den Lesern den Spruch zu erklären, und die meisten Romanleser haben auf sowas gar nicht viel Lust, glaube ich ;) Man muss sich eben immer fragen, inwieweit so ein fremdsprachiger Spruch etwas zur Atmosphäre der Textstelle beiträgt oder einfach nur exotischer Schnickschnack ist.
Ich denke, hier wird dir niemand deinen Spruch in korrektes Gälisch des 14. Jahrhunderts übersetzen können, es wäre sowas wie die schottische Variante des Mittelirischen. Wir könnten es dir in heutiges Gälisch übersetzen, aber die Frage wäre, ob das sinnvoll ist.
Mona
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Beitragvon Gabi » Mi Nov 07, 2007 9:24 pm

Das wäre doch schon mal super! :)
In Deutsch würde es sich nicht so toll anhören, denn dann ginge irgendwie die Mystik verloren. Ich wäre wirklich froh, wenn ihr mir das ins heutige Gälisch übersetzen würde.
Danke
Gabi

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Beitragvon Micheal » Mi Nov 07, 2007 11:36 pm

Na da haben wir nur schon das Problem, welches Wort wir für Zeit in diesem Falle verwenden. Weiterhin ist der Begriff Raum, wie du ihn verwenden möchtest im Gälischen sehr umstritten. Dieses Wort könnte ich in meiner Masterarbeit gut gebrauchen aber meine Gäl. Profs konnten mir da auch nicht weiterhelfen.
Vielleicht gelingt es uns ja gemeinsam, da was zu zaubern, was auch richtig ist - dann hätte nicht nur Gabi was davon :-)


Mìcheal :)
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Beitragvon mona nicleoid » Do Nov 08, 2007 12:19 am

Tìm agus fànas?

Es ist eigentlich wirklich interessant, dass Gälisch so ein "Problem" mit Raum und Zeit hat (vielleicht ist es ja gar keine Problem, bzw. nur, wenn man von einer anderen Sprache herkommt?)

Aber z.B. ein recht berühmtes Gedicht von Somhairle MacGill-Eain fängt so an: "Tha tìm, am fiadh, an coille Hallaig...", also ich denke, "Zeit" in so einem eher abstrakten Sinne kann man schon so ausdrücken, auch wenn es eigentlich ein englisches Lehnwort ist, hmm.

Interessanterweise gibt es ein altirisches Wort "ré", das sowohl eine Zeitspanne als auch eine räumliche Ausdehnung bedeuten kann.

Aber nun bleiben wir im 21. Jahrhundert. Leider verstehe ich den Ausgangssatz überhaupt nicht genau. Meinst du mit "Liebe" eine Person?
Mona
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Beitragvon Micheal » Do Nov 08, 2007 12:51 am

Mein Problem ist weniger die Zeit, da ist tìm i.o., aber das Wort für Raum.

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Beitragvon Gabi » Do Nov 08, 2007 8:28 am

Freut mich, dass ihr euch so Mühe macht.
Mit Liebe meine ich die Liebe zu einem Menschen. In diesem Fall eine Frau.
Es soll heißen, wenn der Protagonist mit seiner großen Liebe zusammen trifft, wird er durch einen Zauberfluch in eine andere Zeit und an einen anderen Ort versetzt.
L.G. Gabi


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