Irisch/schottisch-gälisch

the Gael
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Irisch/schottisch-gälisch

Beitragvon the Gael » Sa Jan 31, 2009 9:35 pm

Feasgar math!

Wenn man so bei Youtube rumturnt hört man ab und an schöne gälische Musik.Wie kann ich als Laie- sag ich jetzt mal so - unterscheiden, ob es irisches oder schottisches Gälisch ist? Jetzt auch mal davon ausgehend, dass nicht in jedem zweiten Satz Eirinn/ eireann oder ähnliches vorkommt ?Oder ist es doch so komplex, dass man sagen muß erst ein entsprechend großer Sprachschatz der jeweiligen Sprache kann für eine Differenzierung sorgen?

Grüße
Thomas

mona nicleoid
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Beitragvon mona nicleoid » Sa Jan 31, 2009 10:59 pm

Als Laie kannst du das wahrscheinlich gar nicht unterscheiden, zumal wenn es gesungen ist und du die Laute nicht so genau heraushörst.
Wenn man mit einem von beiden ein bisschen vertraut ist, sieht man sowohl am Schriftbild der geschriebenen Sprache und hört auch am Klang der gesprochenen Sprache, ob es das jeweils "andere" Gälisch ist. Der Verwandtheitsgrad ist in etwas so wie zwischen Deutsch und Holländisch (oder Norddeutsch und Bayrisch ;)).
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Micheal
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Beitragvon Micheal » So Feb 01, 2009 12:33 pm

Irisch hat oft einen etwas "amerikanisch" anmutenden Klang, so als hätte man beim Sprechen eine heiße Kartoffel im Hals. Da sollte Schottisch-Gälisch nicht haben. :wink:



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Beitragvon Ramona » So Feb 01, 2009 12:35 pm

Bei Youtube stehen doch meistens die Titel der Lieder dabei. Und dann ist es doch so dass es im Schottisch-Gälischen nur diese Akzente gibt " ` " und im Irischen genau anders herum " ´ ". Hilft aber auch nur bei Titeln, in denen Wörter mit Akzenten vorkommen... :)

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Beitragvon mona nicleoid » So Feb 01, 2009 12:41 pm

Dass Irisch etwas "amerikanisch" klingt, liegt vor allem an der Aussprache des R, glaub ich. Wobei ich mich dabei immer frage, ob das eigentlich so richtig ist, oder ob das bloß all die englischsprachigen Irischlerner sind, die es so aussprechen... Irisch müsste doch eigentlich ähnliche R's haben wie Schottisch-Gälisch? Leider habe ich bisher selten richtige irische Muttersprachler gehört, bis auf ein paar Nordiren, bei denen klingt es eigentlich sehr ähnlich wie in Schottland (aber ich bin ja ehrlich gesagt auch kein großer Held in der Phonetik, viele Sachen höre ich einfach nicht so genau heraus).
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'R', irisches und schottisches Gälisch

Beitragvon An Gille Donn » Mi Okt 14, 2009 1:59 pm

A Chàirdean chòir,

nun emoal e bissi langsoam, wann eich doas als gälisierte Oawwerheass emoal so saa derf - das rhotische oder ger-rr-rollte R ist auch diesseits des Atlantiks recht verbreitet, da bedarf es keines amerikanischen Einflusses. In Irland ist das rhotische r auch im Hibernoenglischen recht verbreitet...und hat sich dort vor Jahren in meinem Englischen so fest angesiedelt, das ich in einem englisch-und-gälischsprachigen Kontext häufig ob meiner Herkunft aus Irland gefragt werde. :lol: Und nicht mal zehn Jahre Schottland konnten daran viel ändern.

Dabei waren die Vorraussetzungen schon durch meine Herkunft aus dem mittleren Lahntal gegeben, denn westlich der Lahn - wo ich lange meine Clique hatte zu Wettenberg-Wißmar ("Wearrebierch" und "Weassemerr" im örtlichen Platt), spricht man das 'r' rhotisch - vielleicht erotisch, aber das sollen die weiblichen Forumisti beurteilen, inwieweit das "Rruurrerroiwerroppmaschiin" (Roterübenrupfmaschine)-R (oder "GI-R") erotisch klingt und nicht bloß rhotisch :wink: ...
Gerade die Mittelrheiner unter Euch bräuchten sich nur bis Herborn zu begeben - Herrborrn, genau - um das rhotische R in aller gewachsenen Natürlichkeit in einem hessischen Kontext zu hören, so Ihr es wolltet. Und wer weiß, vielleicht stammt das rhotische R des Wäller Platt ja noch aus keltischen Urzeiten, als es "Hessen" noch nicht gab, sondern nur die Stammeslande irgendwelcher rechtsrheinischer Oppidenbewohner ? Gheibear iomadh nì eadar na speuran is an talamh, cò aige tha fios ?

Le mòran meas vom Gälohess,

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Beitragvon Micheal » Mi Okt 14, 2009 6:20 pm

Dieses r haben wir früher in allen Dialekten gehabt, und einige sind eben noch übrig. Da brauche ich garnicht bis Herborn zu gehen, das haben wir hier zwischen Köln und Bonn auch.
Dieses r ist systematisch weggeübt worden, da man im 17. Jahrhundert durch den Einfluss des Französischen Deutsch auch so schön französisch aussprechen wollte. und die Franzosen haben nunmal dieses r nicht.
Also wurde Deutsch auf vornehm getrimmt und hat in der Hochsprache und in vielen Dialekten das roll-r verloren.

Zum amerik. r: Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber könnte es sein, dass das Ami-r von den irischen Auswanderern stammt, die es vom Irischen ins englische eingeschleppt haben?

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Beitragvon An Gille Donn » Mi Okt 14, 2009 7:33 pm

A Mhìcheil chòir,

saoilidh mi gu bheil thu ceart. Nach tug a' Ghàidhlig is a' Ghaeilge agus Beurla Gàidheil na h-Albann is na h-Èireann uile gu lèir buaidh air Beurla nan Ameirigeanach ? Nach eil "a huntin, a fishin, a drivin" ann am Beurla nan Appalachach stèidhte air 'a' sealg, ag iasgach, a' dràibheadh' na Gàidhlig ? Is minig a bha mi a' bruidhinn ri Seumas Grannd is Wilson Mac Leòid mu dhèidhinn sin fad iomadh uair a thìde.

Tha bailtean is monaidhean taobh an Ear Ameirigea a Tuath loma-làn daoine le dualchas Gàidhealach, co-dhiù gur ann à Alba no à Cúige Ulaidh a thàinig iad o thùs, no fiù à ceàrnan eile, agus bha na cànanan Gàidhealach air buaidh a thoirt air an cuid Beurla anns an t-seann-dùthaich cheana...ach aig an aon àm - viele Siedler des texanischen Hill Country rund um Neubraunfels kamen aus der Gegend um Alt-Braunfels, den solmsischen und nassauischen Landen an unserer schönen Lahn, und brrachten ihrrerseits ihr Rr mit...und ihre Musik, die noch heute zum Teil die Conjunto-und-Ranchero -oder Norteño-Musik der lateinamerikanischen Tejanos prägt. Es la verdad ! Àidh, gheibh mi dhuibh an t-airtigeal freagarrach air sin fhathast...

Tìoraidh an ceartuair,

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akerbeltz
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Beitragvon akerbeltz » Do Okt 15, 2009 12:33 am

Als Laie erkennt man gesprochenes Irisch (in Abgrenzung zum Schottisch Gälischen) tatsächlich am besten an dem retroflexen ("amerikanischen") r.

Das Irische hat traditionell bis zu 4 r Laute (4 in Donegal) aber in der Umgangsprache fallen diese mehr und mehr in dem retroflexen r des Hiberno English zusammen.

Sad but true, sin mar a tha cùisean a ghràidh :(

Livia
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Beitragvon Livia » Do Okt 15, 2009 9:03 am

Gar nicht so weit weg von hier wird auch gerollt (in der Lausitzer Ecke), seit jeher und immer noch. Aber das wiederum hängst vielleicht mit dem slawischen Ursprung unserer hiesigen Vorfahren zusammen?

Livia

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ceòl Tex-Mex

Beitragvon An Gille Donn » Fr Okt 16, 2009 1:55 pm

A Chàirdean chòir,

seo dhuibh an t-airtigeal mun cheòl a bha mi a' ciallachadh agus air a bheil 'musica Norteña' mar ainm, is e stèidhte air ceòl traidiseanta Spainnteach, ceòl Frangach is ceòl dùthchasach Gearmailteach:

http://www.tshaonline.org/handbook/online/articles/MM/xbm1.html

Agus @ Livia chòir, thàinig cuid de luchd na Gearmailtise ann an taobh a Deas Texas anns an 19mh linn à Lusatia cuideachd, mar sin, chan ann à Meadhon na Hesse a-mhàin a thàinig an dualchas Gearmailteach a chuir ri Norteño (no Conjunto)...agus faodar ràdh gum faighear cuid bheag dualchas-ciùil Slàbhach an Iar na mheasg air an adhbhar sin, saoilidh mi - beagan de cheòl nan Sorbach.

Ma chaidh mi fada air allaban on phrìomh-chuspair an seo, is e seo Gàidhlig na h-Albann is na h-Èireann, coma co-dhiù...is e saoghal ioma-chultarail a th' againn, agus thathar a' cluich grùpaichean Tex Mex fiù air Ráidio Fáilte ann am Béal Feirste gach uile feasgar Di Dòmhnaich.

Hasta luego agus tìoraidh an dràsda,

Acsail Òg


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